Aktuelles

  • Fachtagung Legasthenie und Dyskalkulie in Ausbildung, Studium und Beruf 
     
    Am 25.04.2015 von 10:00 - 17:00 Uhr, Universität Würzburg
     
    Auch in der Ausbildung, dem Studium oder beim Berufseinstieg stehen Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie vor einigen Herausforderungen. Doch es gibt auch für diesen Schritt praktische Unterstützung und fachkundigen Rat. Und dabei bestärken wir Sie! Auf der BVL-Fachtagung geben Ihnen Fachleute und Betroffene Wissen und Tipps an die Hand, wie Sie Ihren Weg erfolgreich gehen. Wir freuen uns auf Sie!
    http://www.bvl-legasthenie.de/beratung-und-service/veranstaltungen-kursangebote.html

    Fachtagung Legasthenie und Dyskalkulie in Ausbildung, Studium und Beruf

    Am 25.04.2015 von 10:00 - 17:00 Uhr, Universität Würzburg

    Auch in der Ausbildung, dem Studium oder beim Berufseinstieg stehen Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie vor einigen Herausforderungen. Doch es gibt auch für diesen Schritt praktische Unterstützung und fachkundigen Rat. Und dabei bestärken wir Sie! Auf der BVL-Fachtagung geben Ihnen Fachleute und Betroffene Wissen und Tipps an die Hand, wie Sie Ihren Weg erfolgreich gehen. Wir freuen uns auf Sie!

    Alle Informationen zur Fachtagung und die Anmeldung finden Sie hier


    Die neuen Info-Filme für Auszubildende und Studenten mit Legasthenie und Dyskalkulie!
     
    Beeindruckende Beispiele, wie Betroffene mit den Herausforderungen umgehen - wir stellen sie Ihnen vor!
     
     

    Die neuen Info-Filme für Auszubildende und Studenten mit Legasthenie und Dyskalkulie

    Beeindruckende Beispiele, wie Betroffene mit den Herausforderungen umgehen - wir stellen sie Ihnen vor!

    Zu den Info-Filmen!


    Nachteilsausgleich für Auszubildende

    Im aktuellen BIBB-Handbuch finden Sie ausführliche Informationen dazu. Der BVL unterstützt diese Initiative des Bundesinstituts für Berufsbildung.

    Weitere Informationen zum Handbuch


    Profile von Menschen mit Legasthenie/Dyskalkulie im Beruf

    Im Rahmen der Projektaktivitäten möchten wir einen besonderen Fokus auf Erwachsene legen. Wie sieht es eigentlich aus, wenn die Schule und die Ausbildung abgeschlossen sind und Menschen mit einer Legasthenie im Berufsleben stehen? Auch das soll ein Teil unserer Aufklärungsarbeit sein, um so Ideen und Anregungen zu gewinnen, was helfen kann und wie Unterstützung aussehen sollte. Wichtig ist auch der motivatorische Faktor, der von diesen Profilen für Betroffene ausgehen kann, denn schließlich haben die meisten ihren Weg gefunden! Wir möchten daher alle bitten, uns mit einem Kurzprofil über sich zu berichten. Selbstverständlich ist das auch anonym möglich. Jedes Profil ist für uns ein wertvoller Beitrag für unsere Arbeit. Profil


    Handreichungen Legasthenie für Eltern und Lehrerinnen und Lehrer

    Ab sofort stehen unsere neuen Handreichungen für Eltern und Lehrerinnen und Lehrer unter den Menüpunkten "Eltern" oder "Lehrer" zum kostenlosen Download bereit. Die Ratgeber können auch im Webshop des BVL kostenfrei bestellt werden. Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung des BKK Bundesverbandes, der uns diese besondere Unterstützung von Eltern und Lehrerinnen und Lehrern ermöglicht.


    Internationaler Ländervergleich Legasthenie: Von den Besten lernen!

    In einem internationalen Ländervergleich wurde dokumentiert, dass in Deutschland die Potenziale von jungen Menschen mit einer Legasthenie nicht ausreichend gefördert werden.

    Best Practice Beispiele aus Deutschland und dem Ausland sollen motivieren, bereits erfolgreiche Modelle bundesweit auf Schulen zu übertragen.  Der internationale Ländervergleich steht hier zum Download bereit.


    Elternfortbildung

    Eltern spielen bei der Unterstützung ihres Kindes eine sehr wichtige Rolle, um den Schulerfolg zu sichern. Wir bieten daher nach den Sommerferien an verschiedenen Standorten Fortbildungen für Eltern an, um ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zukommen zu lassen.

    Weitere Informationen finden Sie hier

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Projekt

  • Mit der Diagnose der Legasthenie (Lese-Rechtschreibstörung) sind viele Herausforderungen verbunden und der Weg durch Schule, Ausbildung, Studium und Beruf muss gut begleitet werden, damit unnötige Barrieren aus dem Weg geräumt werden. Aus diesem Grund wurde das Projekt "Vielfalt als Chance" im Herbst 2011 ins Leben gerufen. Unter dem Projekt „Vielfalt als Chance“ wurden 3 Teilprojekte definiert. Teilprojekt 1 „Vielfalt als Chance – Mehrwerte durch länderübergreifende Konzepte schaffen“ Teilprojekt 2 „Vielfalt als Chance - Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche mit Teilleistungsstörungen schaffen“ Teilprojekt 3 wird ein „Kommunikationsprojekt“ sein, um Mehrwerte aus bewusster Aufklärung und Wissen zu schaffen.

    Das Teilprojekt 2 wird finanziell von der BKK unterstützt. Eine Übersicht, über die Projektinhalte, die von der BKK gefördert werden, erhalten Sie hier

    Damit das Projekt auch ein Gesicht bekommt und Interessierte die Initiative unterstützen können, wurde ein Siegel geschaffen. Das WiB-Siegel – Wegbereiter für individuelle Bildungschancen – steht für folgende Inhalte der Initiative: Ich/Wir tragen mit dafür Sorge, dass Menschen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie • begabungsgerechte Bildungswege abschließen können, • in ihren Stärken anerkannt und gefördert werden, • eine Chancengleichheit in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf erhalten, • gesellschaftliche Akzeptanz und Toleranz erfahren, damit sie, individuell an ihren Bedürfnissen ausgerichtet, einen erfolgreichen Weg durch Schule, Ausbildung, Studium und Beruf gehen können. Mit dieser Initiative möchte sich der BVL dafür einsetzen, dass kein Mensch wegen seiner Legasthenie oder Dyskalkulie diskriminiert wird. Es sollen alle Potenziale von jungen heranwachsenden Menschen bestmöglich gefördert werden, um ihnen den Weg in einen qualifizierten Beruf zu ebnen. Der BVL möchte durch diese Initiative aktiv dazu beitragen, den Fachkräftemangel abzubauen und allen Betroffenen eine Chancengleichheit zu geben. Wenn Sie diese Initiative unterstützen und unser Siegel als Zeichen eines verbündeten Wegbereiters tragen möchten, dann schicken Sie folgenden Antrag unterzeichnet an den BVL zurück.

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Projektpartner

  • Wir freuen uns sehr, den Bundesverband BKK als Projektpartner gewonnen zu haben, der dieses Projekt finanziell unterstützt.

    Wir suchen weitere Förderer, die uns als "Wegbereiter" unterstützen und hoffen sehr auf Ihre Unterstützung.

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Veranstaltungen

  • 18. Tagung Verband Dyslexie Schweiz / Jubiläum 20 Jahre VDS:
    Dyskalkulie, Dyslexie 2.0 – Was hilft wirklich?
     
    Eine Veranstaltung für Fachpersonen aus Schule, Medizin, Berufsbildung, Behörden sowie für Eltern und Betroffene
     
    Am 20.09.2014 von 9:15 - 17:15 Uhr an der Universität Zürich Irchel 
     
    Weitere Informationen finden Sie hier. Anmeldung unter: www.verband-dyslexie.ch
    Elternfortbildungen
    18. Tagung Verband Dyslexie Schweiz / Jubiläum 20 Jahre VDS:
    Dyskalkulie, Dyslexie 2.0 – Was hilft wirklich?
     
    Eine Veranstaltung für Fachpersonen aus Schule, Medizin, Berufsbildung, Behörden sowie für Eltern und Betroffene
     
    Am 20.09.2014 von 9:15 - 17:15 Uhr an der Universität Zürich Irchel 
     
    Weitere Informationen finden Sie hier. Anmeldung unter: www.verband-dyslexie.ch
     
     
    Was ist nachhaltiger als Kinder?
    4. Göttinger Legasthenie- und Dyksalkuliekongress 
     
    Hilfen für betroffene Kinder, deren Eltern, Lerntherapeuten, LehrerInnen und ErzieherInnen.
    Fragen an Wissenschaft, Politik und Schulverwaltung.
     
    Vom 10.-11.10.2014 in der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen 
     
    Weitere Informationen zum Kongress finden Sie hier.
    Bitte melden Sie sich online an unter: www.vnb-goettingen.de | Ihre Workshopauswahl bitte im Feld18 "Anmerkungen“ eintragen.

    Fachtagung Legasthenie und Dyskalkulie in Ausbildung, Studium und Beruf

    Am 25.04.2015 von 10:00 - 17:00 Uhr, Universität Würzburg

    Auch in der Ausbildung, dem Studium oder beim Berufseinstieg stehen Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie vor einigen Herausforderungen. Doch es gibt auch für diesen Schritt praktische Unterstützung und fachkundigen Rat. Und dabei bestärken wir Sie! Auf der BVL-Fachtagung geben Ihnen Fachleute und Betroffene Wissen und Tipps an die Hand, wie Sie Ihren Weg erfolgreich gehen. Wir freuen uns auf Sie!

    Alle Informationen zur Fachtagung und die Anmeldung finden Sie hier


    Elternseminar 1 zum Themenbereich Rechenschwäche – Dyskalkulie:

    “Wie Eltern ihren Kindern beim Rechnen helfen können (Kl. 1 bis Kl. 5)“

    Am 07. März 2015 von 9:00 -17:00 Uhr

    Veranstaltungsort: Tower-Bistro / Seminarraum B, Towerstr. 18 – 20, 25551 Hohenlockstedt/Hungriger Wolf, Kreis Steinburg

    Teilnahmekosten je Seminar: Mitglieder 40,00 Euro, Nichtmitglieder 60,00 Euro

    Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 20 Personen begrenzt. Anmeldeschluss ist der 21. Februar 2015.

    Anmeldung und weitere Informationen unter: www.legasthenie-holo.de


    Elternseminar 2 zum Themenbereich Legasthenie:

    „Stressfaktor Legasthenie – wie Eltern unterstützen können“

    Am 21. März 2015 von 9:30 - 17:00 Uhr

    Veranstaltungsort: Tower-Bistro / Seminarraum B, Towerstr. 18 – 20, 25551 Hohenlockstedt/Hungriger Wolf, Kreis Steinburg

    Teilnahmekosten je Seminar: Mitglieder 40,00 Euro, Nichtmitglieder 60,00 Euro

    Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 20 Personen begrenzt. Anmeldeschluss ist der 07. März 2015

    Anmeldung und weitere Informationen unter: www.legasthenie-holo.de

     

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Fachtagungen

  • FIL 24. Interdisziplinäre Fachtagung "Lernen & Lerntherapie"

    08. - 09. Mai 2015, Ort: KSI in Bad Honnef

    Weitere Informationen unter: www.lerntherapie-fil.de


    FIL Fachtagung Forschung und Praxis – gemeinsam individuelle Förderangebote gestalten

    am 24. Mai 2015, Ort: Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Audimax (S04)

    Weitere Informationen unter: www.lerntherapie-fil.de

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Workshops

  • Weiterbildungen:

    "Dyslexietherapeut nach BVL®“ und "Dyskalkulietherapeut nach BVL“

    Beginn ab: 28.06.2014 in Starnberg (Oberbayern)

    Weitere Informationen unter: www.wege-fuer-kinder.de


    Kurs der berufsbegleitenden Ausbildung zum Legasthenie- und Dyskalkulietherapeuten

    Beginn neuer Ausbildungskurs: 14.03.2015

    Legatrain – Akademie für Legasthenie- und Dyskalkulietherapie Erlangen

    Hauptstraße 64 (3. OG), 91054 Erlangen

    Weitere Informationen finden Sie hier


    Wir möchten Sie dabei tatkräftig unterstützen und schulen. Bitte schreiben Sie uns eine kurze Mail unter beratung@bvl-legasthenie.de und wir beraten Sie gerne. Wir sammeln aktuell die Kontakte von Interessierten, um dann in Kürze an verschiedenen Orten Workshops durchzuführen. Also, machen Sie den 1. Schritt und melden sich bei uns. Gemeinsam wird es uns gelingen, viele neue Selbsthilfegruppen mit Leben zu füllen. Wir freuen uns auf Ihre Mail oder Ihren Anruf bei unserer Beratung.

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Infothek

  • In der Infothek finden Sie alle neuen Ratgeber, Informationsmaterialien und wichtige Hinweise rund um das Thema Legasthenie und Dyskalkulie. Schauen Sie regelmäßig in unserer Infothek vorbei, um immer gut informiert zu sein.

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Ländervergleich

  • Teilprojekt 1 „Vielfalt als Chance – Mehrwerte durch länderübergreifende Konzepte schaffen“ Projektziel Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen, damit Menschen mit einer Legasthenie ihre Potenziale frei entfalten können und nicht an der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft eingeschränkt werden. Die Ausgangssituation in Deutschland Der Anteil der Menschen mit einer Legasthenie an der Gesamtbevölkerung wird heute - international wissenschaftlich bestätigt - auf rund 5% geschätzt. Eine große Anzahl der Men-schen mit einer Legasthenie bleibt ihr Leben lang unerkannt. In Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen unter einer Störung im Lesen und/oder Rechtschreiben, die eine lang-andauernde Beeinträchtigung sein und bis ins Erwachsenenalter reichen kann. Dabei unterscheidet man Personen mit einer langandauernden Störung von Personen, die vorübergehende Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben haben. Während die Legasthenie genetisch bedingt ist und zu über 50% durch die Eltern an die nächste Generation vererbt wird, gibt es auch Menschen mit einer vorübergehenden Schwäche, die durch äußere Umstände wie z.B. schlechte Beschulung, lange Krankheit oder das soziale Umfeld erklärt werden kann. Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, denn beide Phänomene benötigen unterschiedliche Vorgehensweisen, um den Kindern und Jugendlichen eine nachhaltig wirksame Unterstützung zur Selbsthilfe und Stärkung der Selbstkompetenz zu vermitteln. Viele Menschen bleiben auch heute noch ihr ganzes Leben ohne Diagnose und Förderung. Dadurch leiden sie nicht nur unter ihrem Makel, nicht gut lesen oder rechtschreiben zu können, sondern erfahren zusätzlich Missachtung, Ausgrenzung und Mobbing – im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz und oftmals auch in der eigenen Familie. Ängste, Depressionen, schwierige soziale Verhaltensweisen, diverse Suchtprobleme mit Alkohol und Drogen sowie posttraumatische Störungen zählen zu den Symptomen, die durch Nicht-Integration und sozial ungleichwertige Behandlung dieser Menschen in Kindergärten, Schulen, Ausbildungseinrich-tungen, Hochschulen oder auch am Arbeitsplatz ausgelöst werden können. Dieser Effekt erzeugt in Deutschland einen hohen (wirtschaftlichen) Schaden für die Gesellschaft und die Betroffenen selbst. Der Aufwand für psychologische Behandlungen und der potentielle Ausfall aus dem späteren Erwerbsleben, möglicherweise bedingt durch nicht genutzte Bildungschancen, bewirken entsprechende Folgekosten für Krankenkassen und den Staat, die durch frühzeitige Förderung und Training als Hilfe zur Selbsthilfe deutlich verringert werden könnten. Hinzu kommt, dass in Deutschland die Bildungschancen zu stark von der Lese- oder Rechtschreibkompetenz abhängig gemacht werden, anstatt die allgemeine Begabung in den Mittelpunkt zu stellen. Aufgrund mangelhafter Rechtschreibkompetenz wird Kindern der Zugang zu Schulen und damit Schulabschlüssen verwehrt und sie können keinen begabungsgerechten Schulabschluss erreichen. Dadurch bleiben besondere Fähigkeiten und Hochbegabungen dieser Menschen unerkannt. Ein Phänomen, welches wiederum einen wirt¬schaftlichen Schaden für unsere Gesellschaft bedeutet, denn gerade Menschen mit Legasthenie weisen oftmals eine besondere Begabung in anderen Bereichen auf. Diese spielt in deutschen Schulen bisher kaum eine Rolle und bleibt daher meist unbeachtet. Wertschätzen der Potenziale: Der Umgang mit der Andersartigkeit bzw. dem „So-Sein“. Vieles könnte Deutschland von den „Best Practice-Erfahrungen“ anderer Länder lernen. In den USA, in Großbritannien, den Niederlanden oder auch in Skandinavien fördern die gesetzlichen Rahmenbedingungen einen gleichwertigen Umgang mit Menschen mit und ohne Legasthenie. Sie fragen: „Was brauchst du, damit du genauso gut lernen kannst wie deine Mitschüler? Wie können wir dich unterstützen?“ Es stehen technische Hilfsmittel, therapeutische Angebote, Förderlehrer und pädagogische Betreuungen u.a.m. zur Verfügung, die es den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erleichtern, dem normalen Unterricht bzw. den Anforderungen am Arbeitsplatz zu folgen und ein anerkannter Teil der Gruppe und Gesellschaft zu sein. Diese Förderung lässt das Selbstwertgefühl und die Fähigkeit zur Selbsthilfe wachsen. Die Kinder und Jugendlichen können sich aus dem Hilfs- und Förderprogramm heraus entwickeln und mit der erlernten Selbstkompetenz sich nachhaltig - ihr Leben lang - die notwendigen Hilfestellungen zur Überwindung ihres Handicaps bereitstellen. Dies wird durch die gesetzlich vorgeschriebene Chancengleichheit an Schulen, Universitäten, in Ausbildungsstätten oder am Arbeitsplatz erleichtert. Statt also nach dem Makel zu suchen und die Menschen durch einen intoleranten Umgang abzuwerten, wird z.B. in den USA ein integrativer Ansatz nach der „Theorie der multiplen Intelligenzen“ des amerikanischen Wissenschaftlers Howard Gardner an den Schulen propagiert. Sein Vorstoß für die Anerkennung und Wertschätzung der Andersartigkeit hat weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Situation in Deutschland Durch die UN-Behindertenrechtskonvention sind die Länder jetzt aufgefordert, Aktionspläne zu verabschieden, die für eine Chancengleichheit sorgen. Doch obschon anerkannt in der ICD-10 Definition der WHO, werden in Deutschland Teilleistungsstörungen wie Legasthenie und Dyskalkulie nach wie vor durch die Krankenkassen nicht als Krankheit anerkannt. Es werden zwar die Kosten für die Diagnostik übernommen, die „Therapie“ jedoch wird nicht finanziert, außer, wenn das Kind psychosomatische Folgeprobleme entwickelt, dann wird allerdings die „Psychotherapie“ finanziert. Darüber hinaus fehlen Erziehern, Lehrern und Ärzten nach wie vor ausreichende Kenntnisse über die bekannten Arten von Entwicklungsstörungen (wie z.B. Legasthenie und Dyskalkulie), so dass Kinder und Jugendliche oftmals nach falschen Diagnosen behandelt oder gar nicht gefördert werden. Mit zunehmendem Alter verschärfen sich oft die Probleme, so dass besonders Teenager unter hohen Minderwertigkeitsproblemen leiden. Folgen sind Schulverweigerung, Gewaltbereitschaft sowie schwere Depressionen bis hin zur Suizidgefahr. Das Wake Forest University Baptist Medical Center berichtete in seiner Studie “Reading Disabilities Put Students At Risk For Suicidal“, 2006, dass Schlechtleser ein 3-fach höheres Suizidrisiko in sich tragen als Normal-leser. Warum dieses Projekt? Der Blick über die Landesgrenzen zeigt eine (sozial)gesetzliche Anerkennung dieser Teilleis-tungsstörungen, frühzeitige, individuelle Förderung und Bereitstellung der notwendigen Hilfsmittel, um die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nicht zu gefährden. Eine offene und akzeptierende Haltung gegenüber Menschen mit Legasthenie könnte die Lebensqualität und den schulischen wie beruflichen Erfolg immens fördern und ihre spezifischen Begabungen und Problemlösefähigkeiten unseren Unternehmen und der Gesellschaft zugute kommen lassen. Mit diesem Projekt soll in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk, bestehend aus Multipli¬katoren und Wissenschaftlern, Ansatzpunkte und Hilfestellungen aufgezeigt werden, mit denen wir in Deutschland einen proaktiven Umgang mit Menschen mit Legasthenie möglich machen können. In Zusammenarbeit mit den Multiplikatoren soll die Übertragbarkeit der Ansatzpunkte geprüft werden. Einzel-Informationskampagnen der Ergebnisse durch die strategischen Partner sowie die Multiplikatoren, sollen eine bundesweite Initialzündung für einen Bewusstseinswandel für einen sozial gleichwertigen Umgang bei den Beteiligten (wie z.B. Erzieher, Lehrer, Ausbilder, Personalleiter, u.a.m.) sowie den Betroffenen selbst herstellen. Auf diese Weise soll den Betroffenen, beziehungsweise deren Eltern, der Zugang zu Selbst-hilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen erleichtert und der Spaß am Lernen vermittelt werden. Übergeordnetes Ziel ist dabei, auf die Einsatzfähigkeit und das kreative Potenzial dieser Personengruppe aufmerksam zu machen und diese zu unterstützen, durch geeignete Lern- und Arbeitsbedingungen ihre Arbeitsfähigkeit optimal zu entfalten und hierdurch den sich in Deutschland abzeichnenden Fachkräftemangel abzumildern.

    Der Internationale Ländervergleich ist abgeschlossen und steht hier zum Download bereit.

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Best Practice Beispiele

  • Teilprojekt 1 „Vielfalt als Chance – Mehrwerte durch länderübergreifende Konzepte schaffen“ Projektziel Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen, damit Menschen mit einer Legasthenie ihre Potenziale frei entfalten können und nicht an der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft eingeschränkt werden. Hier finden Sie die Ergebnisse aus dem Internationalen Ländervergleich

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Schulungskonzepte

  • Die Komplexität der Legasthenie erfordert ein umfangreiches Wissen über die Ursache und den Umgang mit der Lese-Rechtschreibstörung. In Kürze finden Sie hier Schulungskonzepte, die im Rahmen von Eltern- und Lehrerfortbildungen eingesetzt werden können.

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Hilfreiche Links

  • Eine Zusammenstellung hilfreicher und informativer Links finden Sie hier 
    (Ministerien und Institutionen / Landes- und Jugendämter / Verbände und Organisationen / Jugend und Schule / Wissenschaft und Medizin)

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Eltern

Eltern Fortbildung

  • Eltern spielen bei der Unterstützung ihres Kindes eine sehr wichtige Rolle, um den Schulerfolg zu sichern. Wir bieten daher an verschiedenen Standorten Fortbildungen und Veranstaltungen für Eltern an, um ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zukommen zu lassen. 


    Elternseminar 1 zum Themenbereich Rechenschwäche – Dyskalkulie:

    “Wie Eltern ihren Kindern beim Rechnen helfen können (Kl. 1 bis Kl. 5)“

    Am 07. März 2015 von 9:00 -17:00 Uhr

    Veranstaltungsort: Tower-Bistro / Seminarraum B, Towerstr. 18 – 20, 25551 Hohenlockstedt/Hungriger Wolf, Kreis Steinburg

    Teilnahmekosten je Seminar: Mitglieder 40,00 Euro, Nichtmitglieder 60,00 Euro

    Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 20 Personen begrenzt. Anmeldeschluss: 21. Februar 2015

    Anmeldung und weitere Informationen unter: www.legasthenie-holo.de


    Elternseminar 2 zum Themenbereich Legasthenie:

    „Stressfaktor Legasthenie – wie Eltern unterstützen können“

    Am 21. März 2015 von 9:30 - 17:00 Uhr

    Veranstaltungsort: Tower-Bistro / Seminarraum B, Towerstr. 18 – 20, 25551 Hohenlockstedt/Hungriger Wolf, Kreis Steinburg

    Teilnahmekosten je Seminar: Mitglieder 40,00 Euro, Nichtmitglieder 60,00 Euro

    Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 20 Personen begrenzt. Anmeldeschluss: 07. März 2015

    Anmeldung und weitere Informationen unter: www.legasthenie-holo.de

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Handreichungen für Eltern

  • Was ist eine Legasthenie? Wie kann die Legasthenie festgestellt werden? Wie kann ich mein Kind unterstützen? Wie informiere ich die Lehrer meines Kindes und was kann "Schule" tun? Welche Förderung ist für mein Kind sinnvoll? Was ist ein Nachteilsausgleich? Alle diese Fragen beantwortet unser Informationsmaterial für Eltern.

     

    Die Handreichung erhalten Sie im Webshop des BVL

    Ein kurzer Blick ins Inhaltsverzeichnis:

    I.               Definition und Erscheinungsbild der Legasthenie

    II.              Feststellung einer Legasthenie

    III.            Theoretische Überlegungen

    IV.             Lesen und Rechtschreiben – Unterstützung und Förderung zu Hause

    V.              Fremdsprache

    VI.             Leitlinien für Eltern

    VII.           Förderunterricht in der Schule

    VIII.          Selbsthilfe

    IX.             Fazit

    X.               Checklisten

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Lehrer

  • Informationen für Lehrerinnen und Lehrer
    Uns erreichen viele Anfragen von Lehrerinnen und Lehrern, wo Fortbildungen und Informationen für sie angeboten werden. Wir freuen uns sehr über das Engagement der vielen Pädagogen, die ihre Freizeit dafür einsetzen, sich weiter über das Thema Legasthenie oder Dyskalkulie zu informieren.

    • Ausführliche Informationen über Legasthenie und Dyskalkulie sowie Fördermöglichkeiten für betroffene Schülerinnen und Schüler finden Sie unter:
      www.bvl-legasthenie.de/schule.html 
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Lehrer Fortbildung

  • Lehrerfortbildung

    Der BVL bieten Ihnen Fortbildungen und Informationen zu den folgenden Themen an: Grundlagen zu Legasthenie und Dyskalkulie, Lernstörungen erkennen, Beachtung der Lernausgangslage
 sowie anforderungsgerechte Förderung, Nachteilsausgleiche, Netzwerken mit Kollegen und Förderschulen. 

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Handreichungen für Lehrer

  • Trotz schulischer Förderung und Unterstützung machen einige Schülerinnen und Schüler nur sehr langsam Fortschritte im Schriftsprachwerb. Was sind die Ursachen? Wie sollte eine Testung erfolgen? Wie wird ein anforderungsgerechter Förderplan erstellt? Was sind "Legastheniefehler" oder gibt es gar keine? Warum arbeiten die Schülerinnen und Schüler so verlangsamt? Welche Förderansätze sind geeignet? Wie bewerte ich Klausuren? Was ist ein sinnvoller Nachteilsausgleich und wie setze ich ihn um? Diese und viele Fragen mehr stellen sich für viele Lehrkräfte. In unseren Handreichungen für Lehrerinnen und Lehrer erhalten Sie viele praktische Hilfen. Hier geht es zum Download


    Aktueller Wissensstand zur Dyskalkulie

    Immer wieder müssen wir in der Praxis feststellen, dass es zur Dyskalkulie noch zu wenig Wissen gibt, um betroffenen Menschen nachhaltig helfen zu können. Das Verständnis, warum Menschen mit einer Dyskalkulie keinen Zugang zu Zahlen und Mengen finden, an einfachen Rechenoperationen scheitern und trotz ständigem Üben keine Fortschritte machen, ist noch wenig ausgeprägt. Wir möchten Ihnen daher eine wissenschaftliche Ausarbeitung zum aktuellen Wissensstand zur Dyskalkulie, zur Diagnostik und Förderung anbieten, die helfen soll, die Probleme der betroffenen Schülerinnen und Schüler zu erfassen und ihnen sinnvolle Förderung anzubieten. Die wissenschaftliche Ausarbeitung steht hier zum Download bereit.

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